Kimchi - das südkoreanische Pendant zum Sauerkraut

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Kimchi ist das südkoreanische Nationalgericht, okay neben Bibimbap. Es handelt sich hier um eingelegenten Chinakohl und ist sozusagen das Pendant zu unserem Sauerkraut. Nur etwas schärfer.

Kimchi wird zu fast allen Gerichten gegessen und ich "nasche" zwischendurch auch gerne davon.

Der Chinakohl wird üblicherweise zusammen mit Ingwer, Rettich, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Fischsauce und Chili eingelegt. Natürlich gibt es auch hier regionale Unterschiede und so kann auch mal ein Apfel oder ein Fisch dabei sein.

Kimchi hatte ursprünglich diesselbe Funktion wie bei uns das Sauerkraut bzw. generell eingelegtes Gemüse. Es diente als Vitamin- und Nährstofflieferant, in einer Jahreszeit, in der man nicht immer auf frisches Obst und Gemüse zurückgreifen konnte. Vor allem enthält es Vitamine, wie A, B-Vitamine, C sowie Moneralstoffe wie Eisen, aber vor allem auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Ballaststoffen und z.B. Sulfiden (aus dem Knoblauch), die während der Fermentation entstehen

Wenn sich bei mir erste Erkältungzeichen zeigen, dann esse ich Kimchi! Das fegt quasi alles weg.

Und das ist auch der Sinn von Probiotika. Die Bakterien, die sich in den Fermenten befinden unterstützen nicht nur den Darm, sondern auch das Immunsystem.

Denn dank der sekundären Pflanzenstoffe von Chili, Knoblauch und Ingwer, haben die schlechten Bakterien keine Chance mehr.

Im Folgenden erkläre ich Schritt für Schritt wie man Kimchi selber machen kann. Es ist super einfach, aber ein bisschen Zeit muss man mitbringen, da der Chinakohl vorher noch in Wasser eingeweicht werden muss.

Zutaten (für 2 große Einmachgläser)

  • ca. 1 kg Chinakohl

  • 1 mittelgroßen Rettich oder Daikon (ca. 400 - 500 g)

  • 3-4 Frühlingszwiebeln

  • 2-3 Knoblauchzehen

  • 4-5 cm langes Stück Ingwer

  • 2 EL getrocknete gehackte Chili oder 1 frische rote Chilischote

  • 5 EL Fischsauce* - für die vegane Variante geht alterantiv auch Sojasauce* (glutenfrei)

  • 50 g Salz

Zubereitung

Zunächst schneidest du den Strunk vom Chinakohl ab und trennst die Blätter ab. Dann wäscht du die Bätter und legst sie in eine große Schüssel. Gibt das Salz darüber und fülle die Schüssel mit Wasser auf, bis alle Blätter bedeckt sind. Du kannst auch ein anderes Gefäß nehmen, Hauptsache die Blätter schwimmen alle im Wasser.

Jetzt bleiben die Blätter für mindestens zwei Stunden im Wasserbad, damit sie das Salz aufnehmen können. Zwischendurch umrühren.

In der Zwischenzeit kannst du die anderen Zutaten vorbereiten.

Die Knoblauchzehen und den Ingwer schälen und fein hacken. Die Frühlingszwiebeln waschen und längs schneiden, so dass 3-4 cam lange Stifte entstehen.

Den Rettich schälen und ebenfalls in feine Stifte schneiden.

Alles zusammen mit Chili und der Fischsauce in ein großes Gefäß geben und schön verrühren.

Tipp: Du kannst dir dafür auch Küchenhandschuhe anziehen, denn das sollte alles nachher gut durchgeknetet werden.

Anschließend holst du die Blätter aus dem Wasserbad, spülst sie noch einmal ab und zupfst sie klein, gibst sie zu den anderen Zutaten und mischst alles gut durch.

Eigentlich sollten aus den Blättern kleine Päckchen gemacht werden, die dann gefüllt werden, aber ich findes ehrlich gesagt, so etwas einfacher zu handhaben.

Wenn alles gut durchgemischt ist, kannst du alles auf die beiden Gäser verteilen und die restliche Fischsauce darüber verteilen.

Das Kimchi sollte mindestes eine Woche bei Zimmertemperatur stehen. Ich finde, dass es erst nach mindestens 4 Wochen ein richtig schönes Aroma entwickelt. Du kannst es aber auch locker drei Monate oder länger stehen lassen. Es wird mit der Zeit etwas dunkler und sauerer.

Probiere einfach mal, was dir gut schmeckt.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

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Irene Rosinski

Als ausgebildete und zertifizierte Ernährungsberaterin und Gesundheitscoach lege ich meinen Fokus auf die Beratung bei Autoimmunerkrankungen sowie chronischen Entzündungen. Da ich selbst die Autoimmunkrankheit Hashimoto und div. Unverträglichkeiten habe, weiß ich, was es heißt, damit umgehen zu müssen.

Daher findest du in meinem Ernährungsmagazin zum einen Rezepte, die zuckerfrei, glutenfrei und milchfrei sind und zudem entzündungshemmend wirken, um deine Gesundheit zu unterstützen. Und zum anderen findest du viele Informationen und Wissenswertes rund um Autoimmunkrankheiten sowie chronische Erkrankungen und wie du mit Ernährung und entsprechender Bewegung, wieder zu mehr Wohlbefinden und Lebensqualität im Alltag kommst.

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