Veganes und glutenfreies Weihnachtsgericht - Maronen-Nuss-Braten mit Kartoffelknödeln und einer mega leckeren Bratensoße
Der klassische Weihnachtsbraten darf an den Weihnachtsfeiertagen nicht fehlen! Wenn du aber auf lieber auf pflanzliche Ernährung setzt und es trotzdem traditionell angehen möchtest, ist dieses Weihnachtsgericht eine wunderbare Alternative.
Die Kartoffelknödel gehen sowieso immer. Und wenn du ein Gemüse dazu anrichten möchtest, kannst du auf Apfelrotkohl oder Rosenkohl zurückgreifen. Ansonsten kommt der Braten mit allerhand Gemüse daher. Seine Basis ist allerdings Naturreis. Dieser bringt noch jede Menge Mineralstoffe mit weil er nicht geschält wurde, wie z.B. Basmatireis, denoch solltest du Reis vor dem Kochen immer sehr gut ausspülen, bis das Wasser klar ist.
Kartoffeln: Kartoffeln liefern nicht nur Energie durch komplexe Kohlenhydrate, sondern sind auch reich an entzündungshemmendem Vitamin C, das das Immunsystem unterstützt und die Abwehrkräfte stärkt. Sie enthalten Kalium, das für die Entspannung der Muskeln und die Regulation des Blutdrucks wichtig ist. Ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen unterstützt eine gesunde Darmflora, was wiederum entzündliche Prozesse im Körper regulieren kann. Darüber hinaus versorgt Dich die Kartoffel mit Magnesium, das zur Linderung von Entzündungen beiträgt und Muskelverspannungen reduziert. Vor allem für Menschen mit Autoimmunerkrankungen sind Kartoffeln daher eine sanfte, nährende Nahrungsquelle.
Wurzelgemüse: Karotten, Sellerie und Lauch enthalten eine Vielzahl von Antioxidantien wie Carotinoide und Polyphenole, die Entzündungen im Körper nachweislich lindern können. Beta-Carotin in Karotten verwandelt sich im Körper in Vitamin A, das das Immunsystem stärkt und die Haut schützt. Sellerie und Lauch bieten eine reiche Quelle an Vitamin K, das die Entzündungsneigung in den Gelenken senken kann und dabei hilft, Knochen zu stärken. Das in Wurzelgemüse enthaltene Folat fördert zudem die Zellgesundheit und unterstützt besonders Menschen mit Autoimmunerkrankungen bei der Erneuerung der Körperzellen. Durch ihren hohen Wasser- und Ballaststoffgehalt tragen sie auch zur natürlichen Entgiftung des Körpers bei.
Maronen: Diese winterlichen Nüsse sind reich an Ballaststoffen, die den Blutzuckerspiegel stabil halten und die Verdauung unterstützen – wichtig für Menschen, die Entzündungen im Darmbereich vermeiden wollen. Maronen enthalten entzündungshemmende sekundäre Pflanzenstoffe wie Ellagsäure, die den Körper vor freien Radikalen schützen. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C stärkt das Immunsystem, während die B-Vitamine für Nerven und Energie sorgen. Dank der enthaltenen Kohlenhydrate sind Maronen leicht verdaulich und wirken sanft sättigend, was bei einer entzündungshemmenden Ernährung nützlich ist. Zudem fördern sie durch ihr Magnesium und Kalium die Muskel- und Herzgesundheit. Maronen sind reich an Ballaststoffen. Diese sättigen gut und dienen gleichzeitig als Nahrungsgrundlage für unsere guten Darmbakterien. Wir selbst können Ballaststoffe nicht verstoffwechseln, aber sie unterstützen u.a. bei der Ausscheidung von Giftstoffen und stärken so das Immunsystem.
Walnüsse: Walnüsse sind für ihre Fülle an Omega-3-Fettsäuren bekannt, die stark entzündungshemmend wirken und besonders bei rheumatischen Beschwerden und Autoimmunerkrankungen die Beschwerden lindern können. Sie enthalten außerdem Zink und Vitamin E, die als Antioxidantien wirken und die Zellen vor Schäden schützen. Der hohe Anteil an Ballaststoffen unterstützt die Darmgesundheit, die maßgeblich zur Reduzierung systemischer Entzündungen beiträgt. Walnüsse bieten zudem Magnesium, das Muskelentspannung und Nervenregeneration fördert und den Körper bei der Erholung von Entzündungsprozessen unterstützt. Mit Walnüssen unterstützt Du somit Herz, Gehirn und Immunsystem gleichermaßen.
Pilze: Pilze sind wahre Powerpakete, wenn es um entzündungshemmende Inhaltsstoffe wie Beta-Glucane geht, die das Immunsystem stimulieren und entzündliche Prozesse im Körper hemmen können. Sie sind eine wertvolle pflanzliche Eiweißquelle und versorgen Dich mit essentiellen Aminosäuren, die für die Zellerneuerung benötigt werden. Die enthaltenen B-Vitamine und Selen tragen zur Energieproduktion und zum Schutz der Zellen bei. Besonders die enthaltenen Polysaccharide helfen, das Immunsystem auszugleichen und Entzündungen zu regulieren. Ihre antimikrobiellen Eigenschaften schützen den Körper zudem vor Infektionen und unterstützen eine gesunde Darmflora.
Diese Zutaten sind nicht nur geschmacklich ideal für die kalte Jahreszeit, sondern auch ein wahres Geschenk für eine entzündungshemmende, nährstoffreiche Ernährung, die gerade für Menschen mit Autoimmunerkrankungen einen Unterschied machen kann.
Fantastischer Maronen-Nuss-Braten
Zutaten Weihnachtsbraten für 4 Personen
200 g brauner Reis/Naturreis (bitte nicht mit Wildreis verwechseln)
200 g Champignons
200 g gekochte Maronen (eingeschweißt oder aus der Dose)
100 g Karotte(n)
80 g Walnüsse
70 g Zwiebel
40 g geschrotete Leinsamen
50 g Kichererbsenmehl oder ein anderes glutenfreies Mehl
1 Knoblauchzehe
5 EL glutenfreie Tamari Sojasoße
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico Essig
2 EL Kräuter der Provence
2 Zweige frischer Rosmarin
Salz & Pfeffer
Zubereitung
Hier kommt dein Rezept für einen festlichen Maronen-Nussbraten, der sich wunderbar für die Weihnachtstafel eignet. Folge einfach den Schritten und genieße den Geschmack!
Den Reis vorbereiten
Spüle den Reis gründlich in einem Sieb unter fließendem Wasser ab. Gib ihn dann in einen Topf mit etwa 700–750 ml Wasser. Erhitze das Ganze auf hoher Stufe. Sobald das Wasser kocht, reduziere die Hitze und lass den Reis bei geschlossenem Deckel 15–18 Minuten leicht köcheln (schau bei der Packungsanweisung, ob deine Reissorte andere Kochzeiten benötigt). Falls der Reis währenddessen zu trocken wird, einfach etwas Wasser nachgießen. Am Ende rühre 1 EL Sojasoße und eine Prise Salz unter den Reis und lasse ihn bei geschlossenem Deckel ohne Hitze weiter quellen.Die Leinsamen vorbereiten
Mische in einer kleinen Schüssel 40 g geschrotete Leinsamen mit 5–6 EL Wasser und lasse sie quellen. Die Leinsamen binden später die Masse und sorgen für eine saftige Konsistenz.Das Gemüse und die Nüsse vorbereiten
Würfle 70 g Zwiebeln fein.
Putze 200 g Champignons und schneide sie ebenfalls klein.
Schäle eine kleine Knoblauchzehe und hacke sie fein.
Zerbrösele 200 g gekochte Maronen in eine Schüssel.
Reibe 100 g Karotten.
Zerkleinere 80 g Walnüsse, zum Beispiel in einem kleinen Mixer.
Den Ofen vorheizen
Heize den Ofen auf 200 °C Umluft vor. Lege eine Kastenform mit Backpapier aus, damit du den Braten später leicht herausnehmen kannst.Die Champignon-Mischung anbraten
Erhitze 1 EL Pflanzenöl in einer Pfanne. Schwitze die Zwiebeln und den Knoblauch darin kurz an. Gib dann die Champignons dazu und brate sie, bis sie weich sind. Würze sie mit Salz, Pfeffer und 1–2 TL Kräuter der Provence. Lösche die Pilze mit 1 EL Balsamico-Essig ab und lass die Flüssigkeit kurz einkochen. Nimm die Pfanne vom Herd und stelle sie beiseite.Die Bratenmasse zubereiten
Vermische in einer großen Schüssel den gekochten Reis, die gequollenen Leinsamen, die gebratenen Champignons, die zerbröselten Maronen, die geriebene Karotte, 50 g Kichererbsenmehl, 1–2 EL Sojasoße und die zerkleinerten Walnüsse. Würze alles mit Salz, Pfeffer und 2 EL Kräuter der Provence. Knete die Masse gut durch, damit sich die Zutaten gut verbinden.Den Braten formen und würzen
Fülle die Masse in die vorbereitete Kastenform. Drücke alles gut an, sodass die Oberfläche schön glatt ist. Bestreiche den Braten mit 2 EL Sojasoße und garniere ihn mit einigen Nadeln Rosmarin.Den Braten backen
Backe den Maronen-Nussbraten eine Stunde bei 200 °C Umluft im Ofen.Wichtig: Den Braten abkühlen lassen
Nimm den Braten nach einer Stunde aus dem Ofen und lasse ihn vollständig abkühlen, bevor du ihn anschneidest. So kann er seine feste Konsistenz entwickeln. Am besten bereitest du den Braten einen Tag vorher zu und lässt ihn über Nacht im Kühlschrank ruhen. Vor dem Servieren kannst du ihn einfach im Ofen aufwärmen.
Genieße deinen weihnachtlichen Maronen-Nussbraten – perfekt als Hauptgericht oder als Beilage für ein festliches Menü.
Die mega leckere Bratensoße
Zutaten für 4 Personen
20 g getrocknete Steinpilze (ca. 1 Stunde in warmem Wasser einweichen lassen)
100 g Zwiebeln
200 g Karotten
150 g Knollensellerie wahlweise Petersilienwurzeln oder Pastinaken
150-200 g Lauch
1/2 rote Paprika (ca. 80-100 g)
2 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
3 EL Baslsamico Essig
2 Zweige Thymian oder Rosmarin
2 EL glutenfreie Tamari Sojasoße
25 g glutenfreies Mehl
30 g Margarine (ich benutze Bio-Alsan)
Für deine fabelhafte Bratensoße, die wunderbar zum Maronen-Nussbraten passt, folge diesen einfachen Schritten:
Vorbereitung des Gemüses: Schneide eine ungeschälte Zwiebel in zwei Hälften, 200 g Karotten in kleine Würfel, 150 g Knollensellerie ebenfalls in Würfel und 150-200 g Lauch (nur den hellgrünen Teil) in Ringe. Entferne die Kerne aus einer halben roten Paprika und würfle diese ebenfalls. Schäle außerdem eine Knoblauchzehe und schneide sie klein.
Gemüse anbraten: Erhitze 1-2 Esslöffel Pflanzenöl in einem Topf und lege die Zwiebel mit der Schnittfläche nach unten hinein. Brate sie so lange, bis die Schnittfläche schön gebräunt ist – das sorgt für einen herrlich intensiven Geschmack! Gib das übrige Gemüse und den Knoblauch hinzu und lasse alles unter gelegentlichem Rühren anbraten.
Aromatisieren: Füge nun 2 Esslöffel Tomatenmark hinzu und lass es kurz karamellisieren. Lösche dann alles mit einem kräftigen Schuss Balsamico-Essig ab. Optional kannst du noch 2 Zweige Thymian oder Rosmarin und, wenn du magst, einen kleinen Schuss Rotwein (ca. 50 ml) für ein besonders tiefes Aroma hinzugeben.
Aufgießen und köcheln: Gib etwa 700-750 ml Wasser und 2 Esslöffel Sojasoße hinzu. Wer möchte, kann die Soße zusätzlich mit 2-3 Lorbeerblättern, 2 Thymianzweigen, 4 Pimentkörnern und 4 zerdrückten Wacholderbeeren verfeinern. Salze und pfeffere nach Geschmack und lasse die Mischung für etwa 30 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze köcheln.
Abseihen: Gieße das Gemüse dann durch ein Sieb ab und fange die Soße in einer Schüssel auf. Das gekochte Gemüse kann entsorgt werden – sein Aroma hat sich bereits voll entfaltet und in die Soße übergegangen.
Steinpilz-Zusatz (optional): Falls du die Steinpilzvariante machst, weiche zuvor eine Handvoll getrockneter Steinpilze in etwas Wasser ein. Wenn sie weich sind, gieße das Einweichwasser durch ein Sieb und fange es auf. Trockne die Pilze leicht ab und schneide sie nach Bedarf kleiner.
Andicken und vollenden: Erhitze in einer Pfanne 30 g Margarine und rühre dann 25 g Dinkelmehl hinein. Gib etwa 150 ml des Einweichwassers der Steinpilze dazu und rühre, bis die Masse andickt. Gieße die vorbereitete Bratensoße dazu und strecke nach Belieben mit dem restlichen Einweichwasser. Die Steinpilze kannst du dann ebenfalls hinzugeben. Schmecke die Soße abschließend mit Salz oder Sojasoße ab.
Tipp: Falls du die Bratensoße lieber ohne Steinpilze zubereiten möchtest, ersetze das Einweichwasser einfach durch Gemüsebrühe. Auch ohne Pilze wird die Soße wunderbar aromatisch.
Herrliche Kartoffelknödel
Zutaten für 4 Personen
1 kg mehlig kochende Kartoffeln
3 EL Kartoffelstärke oder Kartoffelmehl
Frisch geriebene Muskatnuss
1 Prise Knoblauchpulver
Optional ein paar Blättchen frischer Thymian
Salz & Pfeffer
Petersilie zum Garnieren
Hier ist das Rezept für deine herrlich weichen Kartoffelknödel – Schritt für Schritt:
Kartoffeln vorbereiten: Zuerst wäschst du die Kartoffeln gründlich und kochst sie ungeschält in einem großen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser. Je nach Größe und Sorte der Kartoffeln dauert das etwa 20-25 Minuten, bis sie weich sind.
Kartoffeln schälen und pressen: Sobald die Kartoffeln gar sind, gießt du das Wasser ab und lässt sie kurz ausdampfen. Dann schälst du die Kartoffeln und drückst sie direkt durch eine Kartoffelpresse in eine Schüssel.
Teig mischen und würzen: Die gepressten Kartoffeln vermengst du jetzt mit einer Portion roher, geraspelter Kartoffeln (wenn das Rezept es vorsieht). Würze großzügig mit Salz, etwas Pfeffer und vor allem viel frisch geriebener Muskatnuss. Gib 3 Esslöffel Kartoffelmehl hinzu und knete alles zu einem glatten Teig. Falls der Teig zu klebrig ist, kannst du noch etwas Kartoffelmehl dazugeben.
Wasser für die Knödel aufsetzen: Setze in einem großen Topf gesalzenes Wasser auf und bring es zum Kochen. Dieses Wasser wird gleich für das Sieden der Knödel verwendet. Hier ist es wichtig, dass das Wasser heiß, aber nicht sprudelnd kochend ist.
Knödel formen: Nimm eine Portion Teig und forme daraus in deinen Händen einen festen, runden Kloß. So verfährst du, bis du alle Knödel geformt hast.
Knödel ziehen lassen: Lege die Knödel vorsichtig ins heiße Wasser und lasse sie für etwa 12-15 Minuten ziehen. Ganz wichtig: Das Wasser sollte nicht sprudelnd kochen, sondern knapp unter dem Siedepunkt sein – so zerfallen die Knödel nicht. Wenn das Wasser zu heiß wird und zu blubbern beginnt, schalte die Hitze kurz herunter, bis es nur noch sieden. Bleib am besten während des gesamten Kochvorgangs in der Nähe, damit das Wasser nicht unkontrolliert kocht.
Knödel herausnehmen und servieren: Die Knödel sind fertig, wenn sie nach oben steigen. Lasse sie dann noch 2-3 Minuten im Wasser ziehen, bevor du sie vorsichtig herausnimmst. Jetzt kannst du deine köstlichen halb-halb Kartoffelknödel sofort servieren oder sie für den nächsten Tag aufheben.
Tipp: Die Knödel lassen sich super am Vortag vorbereiten. Bewahre sie mit etwas Kochflüssigkeit abgedeckt im Kühlschrank auf und wärme sie einfach kurz vor dem Servieren auf. Vor dem Servieren mit frisch gehackter Petersilie bestreuen, und schon hast du das perfekte, selbstgemachte Knödel-Erlebnis!
Tipp: Ähnliche Rezepte findest du in meinem aktuellen Kochbuch Entzündungshemmende Ernährung.
Wenn du Unterstützung bei deiner Ernährung suchtst, vereinbare gerne einen kostenlosen Kennenlern-Termin mit mir und wir schauen zusammen, wobei ich dich unterstützen kann.
Anmerkung Verlinkungen in der Zutatenliste (*): In der Zutatenliste sind bei einigen Lebensmitteln Amazon-Partner-Links hinterlegt, sogenannte Affiliate-Links. Wenn du darüber bei Amazon einkaufst, wird mir von Amazon eine kleine Provision gezahlt. Dir entstehen dadurch aber keine zusätzlichen Kosten! Übrigens nutze ich fast alle Produkte, die ich hier verlinke, selbst und kann sie daher auch empfehlen!
Damit unterstützt du meine Arbeit an diesem Blog und machst es möglich, dass ich diese Rezepte kostenlos zur Verfügung stellen kann. Vielen Dank!